Ratgeber Lungenfibrose

Informationen für Betroffene und Angehörige

Lungenfibrose: Therapie

Die Lungenfibrose wird in den meisten Fällen medikamentös therapiert. Die durch die Krankheit entstandenen Vernarbungen des Lungengewebes können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Jedoch kann das Fortschreiten der Krankheit ggf. gestoppt oder zumindest verlangsamt werden. Je nach Ursache der Erkrankung wird der Betroffene entsprechend behandelt. Ist die Lungenfibrose durch Einatmung bestimmter Schadstoffe entstanden, so ist der erste Schritt der Therapie, diese Schadstoffe umgehend zu vermeiden. Dies kann sogar einen Berufswechsel oder die Aufgabe der Freizeitbeschäftigung (z. B. Taubenzüchtung) bedeuten. Bei jeder Art der Erkrankung sollte das Rauchen unbedingt aufgegeben werden, da dadurch die Erkrankung schneller fortschreitet. Die medikamentöse Behandlung erfolgt in erster Linie mit Kortisonpräparaten und immunsuppressiven Medikamenten, wodurch die überhöhte Immunreaktion im Lungengewebe abgeschwächt wird. Die verengten Atemwege werden mit sog. Bronchodilatatoren, in Form von Sprays oder Tabletten, behandelt. Diese wirken entspannend auf die winzigen Muskeln der Bronchien, wodurch sich die Selbstheilung der Schleimhäute verbessert.

Oft neigen Betroffene dazu, sich körperlich zu schonen und auf körperliche Aktivitäten zu verzichten. Dies bewirkt aber, dass der Trainingszustand der Muskulatur sowie die allgemeine Belastbarkeit abnehmen. Als Langzeittherapie eignet sich deshalb ein gezieltes Muskel- und Ausdauertraining unter professioneller Anleitung, durch das die körperliche Fitness und vor allem auch das Wohlbefinden des Betroffenen gesteigert werden können. Daneben wird auch eine bestimmte Atemgymnastik eingesetzt, mit der die Atemmuskulatur gestärkt werden kann. Außerdem wird bei zunehmender Atemnot und Sauerstoffmangel eine begleitende Behandlung mit Sauerstoff verordnet. Somit kann der Betroffene alltägliche Aktivitäten viel leichter bewältigen. Der Sauerstoff kann je nach Bedarf über unterschiedliche Systeme verabreicht werden.

Falls eine medikamentöse Therapie nicht mehr infrage kommt, da die Fähigkeit der Lunge zum Gasaustausch nicht mehr gegeben ist, ist eine Lungentransplantation die letzte Behandlungsmethode. Dafür sollte der Betroffene das 60. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und sich in einer stabilen körperlichen Verfassung befinden. Die Erfolgschancen der Therapie hängen vom Ausmaß der Schädigung zum Zeitpunkt des Therapiebeginns ab.

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