Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Lungenfibrose

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Lungenfribose
Wissenswertes zur Lungenfibrose

Im Glossar werden wichtige Begriffe zum Thema Lungenfibrose erläutert. Unter anderem werden verschiedene Symptome der Erkrankung, wie Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel oder die Zyanose beschrieben. Immunsupressiva und Kortison werden in der Regel bei der medikamentösen Behandlung verabreicht. Chronische Entzündungen, die zu einer Lungenfibrose führen können, sind z. B. Sarkoidose oder eine Axogen Allergische Alveolitis. Bevor der Arzt bei der Diagnose weitere Untersuchungen vornimmt, führt er mit dem Patienten ein ausführliches Gespräch. Bei diesem Gespräch handelt es sich um die sogenannte Anamnese.

Wissenswertes zur Lungenfibrose

Anamnese
systematische Befragung, um die aktuellen Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte, die Lebensumstände und die genetische Vorbelastung des Betroffenen zu erfassen.

Exogen Allergische Alveolitis
allergisch bedingte Entzündung der Lungenbläschen, die durch Einatmung von Feinstaub entstehen kann.

Fibrosierung
Gewebsveränderung, die durch krankhafte Vermehrung und Veränderung von Bindegewebszellen entsteht. Das betroffene Gewebe verhärtet und es entstehen narbige Veränderungen, wodurch Organfunktionen eingeschränkt werden.

Immunsuppressive Medikamente
unterdrücken eine erhöhte Immunreaktion des Körpers

Kortison
Substanz, die in der Nebennierenrinde des Menschen gebildet wird. Es ist die inaktive Vorstufe des Hormons Cortisol, das entzündungshemmend wirkt.

Sarkoidose
entzündliche Erkrankung des Bindegewebes mit Granulombildung (knötchenförmige Gewebeneubildungen), die vor allem die Lunge, die Lymphknoten und die Leber betrifft.

Trommelschlegelfinger
rundliche geschwollene Fingerkuppen.

Uhrglasnägel
stark rundlich geformte und nach außen gewölbte Finger- und Zehennägel.

Zyanose
bläuliche Verfärbung der Haut und/oder Schleimhäute.

Sara Hendricks

11. Juli 2019
COPD kann Auswirkungen auf verschiedene Organe im Körper haben und daher mit Folgeerkrankungen wie z. B. Osteoporose einhergehen.
  
03. Juli 2019
Bei COPD-Patienten kann eine mögliche Ursache für die Erkrankung ein Alpha-1-Antitrypsinmangel sein.
  
12. Juni 2019
Durch Feinstaub können Lunge, Herz und Gefäße geschädigt werden. Sowohl im Freien als auch in den eigenen Wohnräumen kann sich Feinstaub befinden.
  
11. Juni 2019
Der Welt-Asthma-Tag widmet sich der Verbreitung von Informationen über die chronische Atemwegserkrankung Asthma bronchiale.
  

Bei einer Lungenfibrose nimmt die Dehnbarkeit der Lunge infolge einer Entzündung ab und es kommt zu einem verminderten Sauerstoffgehalt im Blut. Für die Betroffenen äußert sich dies in der Regel durch Atemprobleme, vor allem bei körperlicher Anstrengung. Weitere Symptome können z. B. Husten, Schmerzen in den Gelenken oder Müdigkeit sein. Da es nicht möglich ist, dass sich das betroffene Lungengewebe regeneriert, besteht das Ziel der Behandlung einer Lungenfibrose darin, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Man unterscheidet zwischen der chronischen und der idiopathischen Lungenfibrose, bei der die Ursache für die Erkrankung nicht bekannt ist.

Eine Lungenfibrose kann aus einer Vielzahl von Gründen heraus entstehen. Liegt eine chronische Entzündung vor, besteht die Therapie darin, diese zu stoppen, damit die Erkrankung nicht weiter fortschreitet. Bei der idiopathischen Lungenfibrose hingegen ist die Ursache für die Entstehung der Erkrankung nicht bekannt. Weitere Faktoren, die für die Entstehung verantwortlich sein können, sind verschiedene Schadstoffe, die von den Betroffenen eingeatmet werden. Dazu gehören z. B. Schimmelpilzallergene oder toxische Gase. Bestimmte Berufsgruppen tragen daher ein erhöhtes Risiko an einer Lungenfibrose zu erkranken. Weitere Auslöser der Erkrankung können Bakterien, Viren oder bestimmte systemische Krankheiten sein.

Lungenfribose Diagnose

Nach einem ersten Gespräch und einigen körperlichen Untersuchungen, wie z. B. dem Abhören der Lunge, erfolgt zur Diagnose einer Lungenfibrose in der Regel eine Lungenfunktionsprüfung. Dabei wird die Dehnbarkeit der Lunge und der Gasaustausch kontrolliert. Darüber hinaus können bildgebende Verfahren, wie eine Röntgenaufnahme und eine Computertomografie bei der Diagnose hilfreich sein. Mithilfe einer Blutuntersuchung können die Gaswerte im Blut ermittelt werden. Ein niedriger Blutsauerstoffwert ist häufig ein Hinweis auf eine Lungenfibrose. Geben die bisher genannten Diagnoseverfahren keinen gesicherten Aufschluss über ein Vorliegen der Erkrankung, können eine Bronchoskopie oder eine Lungenbiopsie zum Einsatz kommen.